Frauen leben länger – und altern trotzdem schlechter
Warum das Forschungssystem Frauen jahrzehntelang übersehen hat – und was das bis heute bedeutet

Richard Stachmann / Unsplash
Worum es in diesem Artikel geht
- Warum Frauen trotz längerer Lebenserwartung mehr Jahre mit Krankheit oder gesundheitlichenEinschränkungen verbringen
- Wie ein strukturelles Forschungsdefizit Diagnose und Behandlung von Frauen bis heute beeinflusst
- Welche konkreten Folgen das im klinischen Alltag hat – am Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Was sich in der Forschung gerade verändert – und was das für Frauen bedeutet
Frauen leben länger als Männer. Das gilt weltweit, über alle Einkommensgruppen und Kulturen hinweg, und es gilt seit Jahrzehnten als gesichertes Wissen. Im Durchschnitt überlebt eine Frau ihren männlichen Altersgenossen um etwa fünf Jahre.
Was dabei seltener thematisiert wird: Diese zusätzlichen Lebensjahre sind häufig keine gesunden. Eine Analyse von Daten aus 183 Ländern zeigt, dass Frauen weltweit einen durchschnittlich 2,4 Jahre größeren Abstand zwischen Lebenserwartung und gesunden Lebensjahren haben als Männer. Sie leben zwar länger – verbringen aber anteilig mehr Zeit mit Krankheit, Einschränkungen und Pflegebedürftigkeit.
Dieses Paradox hat einen Namen: das Male-Female Health-Survival Paradox. Und es hat Ursachen, die weit über Biologie hinausgehen.
Ein Forschungssystem, das lange den Mann als Maßstab nahm
Medizinische Forschung hat über Jahrzehnte einen strukturellen Fehler gemacht: Sie hat den männlichen Körper als Norm behandelt. Klinische Studien wurden überwiegend mit männlichen Teilnehmern durchgeführt – teils aus pragmatischen Gründen (keine hormonellen Schwankungen, keine Schwangerschaftsrisiken), teils aus schlicht fehlender Reflexion. Die Ergebnisse wurden anschließend auf Frauen übertragen, als wäre das eine Selbstverständlichkeit.
Ein Bericht der National Academies of Sciences aus dem Jahr 2025 dokumentiert, dass Frauen in klinischen Studien nach wie vor unterrepräsentiert sind – besonders in frühen Studienphasen, in der Kardiologie und der Onkologie. Noch auffälliger: Selbst wenn Frauen einbezogen werden, werden die Daten häufig nicht nach Geschlecht ausgewertet. Geschlechtsspezifische Unterschiede in Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten bleiben so unsichtbar.
Das hat direkte Konsequenzen: Dosierungsempfehlungen, Diagnosegrenzen und Behandlungsleitlinien wurden für einen Körper entwickelt, der nicht der weibliche ist. Nur 7% der biopharmazeutischen Forschung fließen in Erkrankungen, die ausschließlich Frauen betreffen – und weniger als 1% davon in Erkrankungen jenseits von Krebs.
Was das konkret bedeutet: Das Beispiel Herzerkrankung
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen weltweit – häufiger als Brustkrebs, Lungenkrebs und chronische Lungenerkrankungen zusammen. Und trotzdem werden sie bei Frauen systematisch später erkannt und seltener behandelt.
Der Grund liegt teilweise in der Biologie: Frauen zeigen bei einem Herzinfarkt häufig andere Symptome als Männer. Während der klassische Schmerz in der Brust auch bei Frauen vorkommt, treten bei ihnen zusätzlich oder alternativ Übelkeit, Rückenschmerzen, Kieferschmerzen oder ungewöhnliche Erschöpfung auf – Symptome, die leicht für etwas anderes gehalten werden.
Eine systematische Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Cureus (2024) zeigt: Herzerkrankungen wurden bei Frauen häufig als gastrointestinale oder psychische Beschwerden fehlgedeutet. Die Folge: Frauen erhielten seltener diagnostische Tests wie EKG oder Koronarangiographie und wurden seltener an Kardiologen überwiesen. Diese Versorgungslücke schlägt sich in der Überlebensrate nieder.
Das ist kein Einzelfall. Ähnliche Muster zeigen sich bei Schlaganfall, Autoimmunerkrankungen, chronischen Schmerzen und psychischen Erkrankungen. Depression ist weltweit bei Frauen doppelt so häufig wie bei Männern – dennoch wurden antidepressive Medikamente historisch in Studien entwickelt, in denen Frauen unterrepräsentiert waren oder Ergebnisse nicht nach Geschlecht ausgewertet wurden.
Mehr als Biologie: Die soziale Dimension
Das schlechtere Abschneiden von Frauen beim Healthspan lässt sich nicht allein durch Forschungsdefizite erklären. Sozioökonomische Faktoren spielen eine erhebliche Rolle. Mehrfachbelastungen durch Betreuungsarbeit, prekärere Beschäftigungsverhältnisse im Alter und höhere Altersarmut wirken sich direkt auf Gesundheit aus – und treffen Frauen unverhältnismäßig stark.
Hinzu kommt eine subtilere Dimension: die Art, wie Symptome von Frauen im medizinischen System wahrgenommen werden. Studien zeigen, dass Frauen häufiger als Männer erleben, dass ihre Beschwerden psychologisiert oder bagatellisiert werden – ein Phänomen, das in der Literatur als “referral bias” beschrieben wird. Das verzögert Diagnosen, manchmal über Jahre.
Was sich verändert – und warum das langsam geht
Das Bewusstsein für diese Lücke wächst. In den letzten Jahren haben internationale Institutionen – von der WHO über das Weltwirtschaftsforum bis zur EU-Kommission – die Unterrepräsentation von Frauen in der medizinischen Forschung als strukturelles Problem benannt und politische Maßnahmen eingeleitet. In den USA verpflichtet seit 1993 ein Bundesgesetz zur Einbeziehung von Frauen in NIH-finanzierte Studien; 2024 hat die Biden-Administration eine Initiative zur Förderung der Frauengesundheitsforschung unterzeichnet.
Dennoch ist der Fortschritt langsam. Politische Vorgaben garantieren noch keine konsistente Umsetzung. Und selbst wo Frauen heute in Studien einbezogen werden, fehlt oft die geschlechtsspezifische Auswertung. Das Problem ist nicht nur, wer in einer Studie sitzt – sondern wie die Daten danach analysiert und genutzt werden.
Für Frauen bedeutet das: Das Wissen, das Ärztinnen und Ärzte heute zur Verfügung haben, ist in vielen Bereichen noch immer lückenhaft – nicht aus Böswilligkeit, sondern weil die Grundlage dafür jahrzehntelang systematisch schmaler war.
Evidenzlage: Gut belegt
Das strukturelle Forschungsdefizit ist durch institutionelle Berichte, Metaanalysen und epidemiologische Daten gut dokumentiert; einzelne klinische Konsequenzen (z.B. spezifische Diagnoselücken) sind gut belegt, in anderen Bereichen noch lückenhaft
Was wir wissen
- Frauen verbringen weltweit mehr Jahre mit Krankheit oder Einschränkungen als Männer – trotz längerer Lebenserwartung
- Medizinische Forschung hat Frauen historisch systematisch unterrepräsentiert, was Diagnose- und Behandlungsleitlinien bis heute beeinflusst
- Bei Herzerkrankungen zeigen sich gut dokumentierte Diagnoselücken bei Frauen mit messbaren Auswirkungen auf Behandlung und Überleben
- Sozioökonomische Faktoren verstärken den Healthspan-Gap bei Frauen zusätzlich
Was wir nicht wissen
- In welchem Ausmaß das Forschungsdefizit in einzelnen Krankheitsbildern tatsächlich zu vermeidbaren Todesfällen führt – das ist für viele Bereiche noch nicht präzise quantifiziert
- Wie groß der Anteil biologischer versus sozialer Faktoren am Healthspan-Gap ist – die Wechselwirkungen sind komplex und noch unzureichend untersucht
- Ob und wie schnell aktuelle politische Maßnahmen zu messbaren Verbesserungen in der Versorgung führen
Was oft überinterpretiert wird
- Das Forschungsdefizit bedeutet nicht, dass Medizin für Frauen grundsätzlich unwirksam ist – es bedeutet, dass in bestimmten Bereichen wichtige Daten fehlen oder nicht genutzt werden
- Nicht jede schlechtere Diagnose bei einer Frau ist auf Gender Bias zurückzuführen – es gibt auch biologische Unterschiede, die legitime Unterschiede in Diagnostik und Therapie begründen
- Die Lücke schließt sich nicht automatisch durch mehr Frauen in der Medizin – entscheidend ist, wie Forschungsfragen gestellt und Daten ausgewertet werden
Referenzen
- Garmany A, Terzic A. Global Healthspan-Lifespan Gaps Among 183 World Health Organization Member States. JAMA Network Open. 2024;7(12):e2450241. doi: 10.1001/jamanetworkopen.2024.50241
- National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. The Need for Women's Health Research. Washington, DC: National Academies Press; 2025. doi: 10.17226/27763
- Al Hamid A et al. Gender Bias in Diagnosis, Prevention, and Treatment of Cardiovascular Diseases: A Systematic Review. Cureus. 2024;16(2):e54264. doi: 10.7759/cureus.54264
- Policy Changes Needed to Transform Women's Health Research and Outcomes. DIA Global Forum. August 2025. https://globalforum.diaglobal.org
Publiziert
20.4.2026
Kategorie
Health
Experte
Worum es in diesem Artikel geht
- Warum Frauen trotz längerer Lebenserwartung mehr Jahre mit Krankheit oder gesundheitlichenEinschränkungen verbringen
- Wie ein strukturelles Forschungsdefizit Diagnose und Behandlung von Frauen bis heute beeinflusst
- Welche konkreten Folgen das im klinischen Alltag hat – am Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Was sich in der Forschung gerade verändert – und was das für Frauen bedeutet
Frauen leben länger als Männer. Das gilt weltweit, über alle Einkommensgruppen und Kulturen hinweg, und es gilt seit Jahrzehnten als gesichertes Wissen. Im Durchschnitt überlebt eine Frau ihren männlichen Altersgenossen um etwa fünf Jahre.
Was dabei seltener thematisiert wird: Diese zusätzlichen Lebensjahre sind häufig keine gesunden. Eine Analyse von Daten aus 183 Ländern zeigt, dass Frauen weltweit einen durchschnittlich 2,4 Jahre größeren Abstand zwischen Lebenserwartung und gesunden Lebensjahren haben als Männer. Sie leben zwar länger – verbringen aber anteilig mehr Zeit mit Krankheit, Einschränkungen und Pflegebedürftigkeit.
Dieses Paradox hat einen Namen: das Male-Female Health-Survival Paradox. Und es hat Ursachen, die weit über Biologie hinausgehen.
Ein Forschungssystem, das lange den Mann als Maßstab nahm
Medizinische Forschung hat über Jahrzehnte einen strukturellen Fehler gemacht: Sie hat den männlichen Körper als Norm behandelt. Klinische Studien wurden überwiegend mit männlichen Teilnehmern durchgeführt – teils aus pragmatischen Gründen (keine hormonellen Schwankungen, keine Schwangerschaftsrisiken), teils aus schlicht fehlender Reflexion. Die Ergebnisse wurden anschließend auf Frauen übertragen, als wäre das eine Selbstverständlichkeit.
Ein Bericht der National Academies of Sciences aus dem Jahr 2025 dokumentiert, dass Frauen in klinischen Studien nach wie vor unterrepräsentiert sind – besonders in frühen Studienphasen, in der Kardiologie und der Onkologie. Noch auffälliger: Selbst wenn Frauen einbezogen werden, werden die Daten häufig nicht nach Geschlecht ausgewertet. Geschlechtsspezifische Unterschiede in Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten bleiben so unsichtbar.
Das hat direkte Konsequenzen: Dosierungsempfehlungen, Diagnosegrenzen und Behandlungsleitlinien wurden für einen Körper entwickelt, der nicht der weibliche ist. Nur 7% der biopharmazeutischen Forschung fließen in Erkrankungen, die ausschließlich Frauen betreffen – und weniger als 1% davon in Erkrankungen jenseits von Krebs.
Was das konkret bedeutet: Das Beispiel Herzerkrankung
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen weltweit – häufiger als Brustkrebs, Lungenkrebs und chronische Lungenerkrankungen zusammen. Und trotzdem werden sie bei Frauen systematisch später erkannt und seltener behandelt.
Der Grund liegt teilweise in der Biologie: Frauen zeigen bei einem Herzinfarkt häufig andere Symptome als Männer. Während der klassische Schmerz in der Brust auch bei Frauen vorkommt, treten bei ihnen zusätzlich oder alternativ Übelkeit, Rückenschmerzen, Kieferschmerzen oder ungewöhnliche Erschöpfung auf – Symptome, die leicht für etwas anderes gehalten werden.
Eine systematische Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Cureus (2024) zeigt: Herzerkrankungen wurden bei Frauen häufig als gastrointestinale oder psychische Beschwerden fehlgedeutet. Die Folge: Frauen erhielten seltener diagnostische Tests wie EKG oder Koronarangiographie und wurden seltener an Kardiologen überwiesen. Diese Versorgungslücke schlägt sich in der Überlebensrate nieder.
Das ist kein Einzelfall. Ähnliche Muster zeigen sich bei Schlaganfall, Autoimmunerkrankungen, chronischen Schmerzen und psychischen Erkrankungen. Depression ist weltweit bei Frauen doppelt so häufig wie bei Männern – dennoch wurden antidepressive Medikamente historisch in Studien entwickelt, in denen Frauen unterrepräsentiert waren oder Ergebnisse nicht nach Geschlecht ausgewertet wurden.
Mehr als Biologie: Die soziale Dimension
Das schlechtere Abschneiden von Frauen beim Healthspan lässt sich nicht allein durch Forschungsdefizite erklären. Sozioökonomische Faktoren spielen eine erhebliche Rolle. Mehrfachbelastungen durch Betreuungsarbeit, prekärere Beschäftigungsverhältnisse im Alter und höhere Altersarmut wirken sich direkt auf Gesundheit aus – und treffen Frauen unverhältnismäßig stark.
Hinzu kommt eine subtilere Dimension: die Art, wie Symptome von Frauen im medizinischen System wahrgenommen werden. Studien zeigen, dass Frauen häufiger als Männer erleben, dass ihre Beschwerden psychologisiert oder bagatellisiert werden – ein Phänomen, das in der Literatur als “referral bias” beschrieben wird. Das verzögert Diagnosen, manchmal über Jahre.
Was sich verändert – und warum das langsam geht
Das Bewusstsein für diese Lücke wächst. In den letzten Jahren haben internationale Institutionen – von der WHO über das Weltwirtschaftsforum bis zur EU-Kommission – die Unterrepräsentation von Frauen in der medizinischen Forschung als strukturelles Problem benannt und politische Maßnahmen eingeleitet. In den USA verpflichtet seit 1993 ein Bundesgesetz zur Einbeziehung von Frauen in NIH-finanzierte Studien; 2024 hat die Biden-Administration eine Initiative zur Förderung der Frauengesundheitsforschung unterzeichnet.
Dennoch ist der Fortschritt langsam. Politische Vorgaben garantieren noch keine konsistente Umsetzung. Und selbst wo Frauen heute in Studien einbezogen werden, fehlt oft die geschlechtsspezifische Auswertung. Das Problem ist nicht nur, wer in einer Studie sitzt – sondern wie die Daten danach analysiert und genutzt werden.
Für Frauen bedeutet das: Das Wissen, das Ärztinnen und Ärzte heute zur Verfügung haben, ist in vielen Bereichen noch immer lückenhaft – nicht aus Böswilligkeit, sondern weil die Grundlage dafür jahrzehntelang systematisch schmaler war.
Evidenzlage: Gut belegt
Das strukturelle Forschungsdefizit ist durch institutionelle Berichte, Metaanalysen und epidemiologische Daten gut dokumentiert; einzelne klinische Konsequenzen (z.B. spezifische Diagnoselücken) sind gut belegt, in anderen Bereichen noch lückenhaft
Was wir wissen
- Frauen verbringen weltweit mehr Jahre mit Krankheit oder Einschränkungen als Männer – trotz längerer Lebenserwartung
- Medizinische Forschung hat Frauen historisch systematisch unterrepräsentiert, was Diagnose- und Behandlungsleitlinien bis heute beeinflusst
- Bei Herzerkrankungen zeigen sich gut dokumentierte Diagnoselücken bei Frauen mit messbaren Auswirkungen auf Behandlung und Überleben
- Sozioökonomische Faktoren verstärken den Healthspan-Gap bei Frauen zusätzlich
Was wir nicht wissen
- In welchem Ausmaß das Forschungsdefizit in einzelnen Krankheitsbildern tatsächlich zu vermeidbaren Todesfällen führt – das ist für viele Bereiche noch nicht präzise quantifiziert
- Wie groß der Anteil biologischer versus sozialer Faktoren am Healthspan-Gap ist – die Wechselwirkungen sind komplex und noch unzureichend untersucht
- Ob und wie schnell aktuelle politische Maßnahmen zu messbaren Verbesserungen in der Versorgung führen
Was oft überinterpretiert wird
- Das Forschungsdefizit bedeutet nicht, dass Medizin für Frauen grundsätzlich unwirksam ist – es bedeutet, dass in bestimmten Bereichen wichtige Daten fehlen oder nicht genutzt werden
- Nicht jede schlechtere Diagnose bei einer Frau ist auf Gender Bias zurückzuführen – es gibt auch biologische Unterschiede, die legitime Unterschiede in Diagnostik und Therapie begründen
- Die Lücke schließt sich nicht automatisch durch mehr Frauen in der Medizin – entscheidend ist, wie Forschungsfragen gestellt und Daten ausgewertet werden
Experte
Referenzen
- Garmany A, Terzic A. Global Healthspan-Lifespan Gaps Among 183 World Health Organization Member States. JAMA Network Open. 2024;7(12):e2450241. doi: 10.1001/jamanetworkopen.2024.50241
- National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. The Need for Women's Health Research. Washington, DC: National Academies Press; 2025. doi: 10.17226/27763
- Al Hamid A et al. Gender Bias in Diagnosis, Prevention, and Treatment of Cardiovascular Diseases: A Systematic Review. Cureus. 2024;16(2):e54264. doi: 10.7759/cureus.54264
- Policy Changes Needed to Transform Women's Health Research and Outcomes. DIA Global Forum. August 2025. https://globalforum.diaglobal.org







